Nach der Containeröffnung: Gemeinsam weiter am Ball

Begegnung, Beteiligung und Fußball

Die Wiedereröffnung des Jugendcontainers in Berg am Laim,  war kein Endpunkt, sondern der Auftakt für weitere Begegnungen und gemeinsame Aktivitäten im Sozialraum.

Im Anschluss an die Wiedereröffnung fand nun gemeinsame Begehungen mit der Nachbarschaft, dem Baureferat, Vertreter*innen des Bezirksausschuss und aktiven aus dem REGSAM-Netzwerk statt. Ein engagierter Vater beschrieb bei diesem vor Ort Termin die Situation rund um den Platz und sprach dabei unterschiedliche Anliegen der Nachbarschaft an. Dabei konnte auch ein Wunsch der Anwohner*innen aufgegriffen werden: ein gemeinsames kleines Fußballturnier mit Picknick am Bolzplatz.

Am letzten Schultag vor den Sommerferien war es dann soweit: Rund 40 Menschen aus der Nachbarschaft kamen zusammen – Kinder, Jugendliche, junge Erwachsene und Eltern. Organisiert und umgesetzt wurde das Turnier auf der Basis des nachbarschaftlichen Engagements, mit Unterstützung des Zeugnerhofs des Kreisjugendring München-Stadt, gemeinsam mit AKIM und REGSAM. Ermöglicht wurde die Durchführung durch die finanzielle Unterstützung der Pikassio gGmbH.

Bei Temperaturen von über 30 Grad stand neben dem Fußball vor allem die Begegnung im Mittelpunkt. Im Schatten konnte Dank AKIM auf bunten Sitzsäcken gechillt werden, es gab Sonnencreme, Getränke und reichlich Wassermelone zur Abkühlung. Zum Abschluss spendierte der Zeugnerhof allen Turnier-Teilnehmer*innen Pizza.

Besonders gefreut hat uns, dass auch die Kinderbeauftragte des Bezirksausschusses in ihrer Freizeit spontan vorbeischaute, um sich selbst ein Bild davon zu machen, wie sich die Situation weiter entwickelt.

„Der Platz ist uns wichtig.“

Wie wichtig der Bolzplatz für die Menschen vor Ort ist, erfuhren die AKIM-Mitarbeiter*in und REGSAM-Moderation im Gespräch mit Vätern aus der Nachbarschaft. Sie berichteten, dass öffentliche Bolzplätze  in ihrer eigenen Kindheit eine wichtige Rolle gespielt haben – als Ort für Sport, Begegnung und damit zur sinnvollen Freizeitgestaltung. Deshalb sei es ihnen heute wichtig, dass der Platz in einem guten Zustand bleibt und damit auch ihre eigenen Kinder ihn gut nutzen können.

Auch ein junger Mensch  brachte die Entwicklung treffend auf den Punkt:

„Wir sind eigentlich ja immer schon hier aktiv und schauen, dass alle eine gute Zeit haben. Aber wenn ihr mit dabei seid, dann wird es einfach besser.“

Dieser Satz beschreibt sehr gut, was gemeinwesenorientierte Vernetzungsarbeit leisten kann: Die Menschen vor Ort waren bereits aktiv. Die Fachkräfte haben dieses Engagement nicht ersetzt, sondern sind dazugekommen, haben zugehört, Kontakte hergestellt, vermittelt und gemeinsame Aktivitäten ermöglicht.

So wächst Schritt für Schritt eine Zusammenarbeit, in der Nachbarschaft, Jugendliche, Politik, Verwaltung und Fachkräfte #voneinanderwissen und #miteinanderhandeln.

Zurück